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Schutz vor Datendiebstahl: Neue Computerchips können sich bei Bedarf selbst zerstören

Die neueste Innovation des Xerox PARC Forschungszentrums erinnert an Agenten-Thriller: Computerchips, die sich selbst zerstören können. Tatsächlich bietet diese Erfindung einen äußerst effektiven Schutz, um hochsensible und vertrauliche Daten wie Betriebsgeheimnisse, Chiffrierungsschlüssel, Forschungsergebnisse, Produktentwicklungen usw. gegen den Zugriff durch Unbefugte zu schützen. Was geheim bleiben soll, bleibt geheim. Die amerikanischen Forscher haben hierzu einen Computerchip aus so genanntem „Gorillaglas“ entwickelt, wie es heutzutage bei vielen Smartphone-Displays zum Einsatz kommt. Das Material ist als sehr robust bekannt, wird aber in dem gläsernen Computerchip einer sehr hohen Spannung ausgesetzt, so dass es  bei Bedarf zum Zerspringen gebracht werden kann.

Gelangt das Gerät, in dem der Chip eingebaut ist, in die falschen Hände, lässt sich durch Funksignale, Hitze oder einen mechanischen Vorgang der Selbstzerstörungsmechanismus auslösen. Dieser arbeitet extrem effizient. Nach einer kleinen Explosion und dem anschließendem Zerfall der einzelnen Splitter bleibt binnen weniger Sekunden nur noch Glasstaub übrig, aus dem sich weder der Chip rekonstruieren, noch einzelne Daten herauslesen lassen. Gestohlene oder verloren gegangene Tablets, Smartphones etc. lassen sich damit auch über eine größere Distanz unbrauchbar machen. Das Verfahren wurde kürzlich auf einer Konferenz in St. Louis erstmals öffentlich demonstriert. Wann mit der Markteinführung gerechnet werden kann, ist allerdings noch nicht bekannt.

Wie der neuartige Computerchip funktioniert, können Sie sich in diesem Video anschauen.

 

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