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Pilotstudie zur E-Grenzkontrolle

Die Bundespolizei beteiligt sich an einer Pilotstudie zur elektronischen Grenzkontrolle in Europa, wie das IT-Magazin Heise berichtet. Voraussichtlich vom 22. Juni bis zum 6. September 2015 werden bei Freiwilligen aus dem EU-Ausland testweise mithilfe eines Scanners bis zu zehn Fingerabdrücke genommen – ähnlich, wie es bei der Einreise in die USA der Fall ist. Eingesetzt werden bereits vorhandene Scanner von Crossmatch sowie neue, von EU-Seite zur Verfügung gestellte kontaktlose Geräte von Morpho, so das Magazin.

Das Pilotprojekt für das geplante Ein- und Ausreisesystem ist Teil des „Smart-Borders“-Pakets der EU-Kommission, wonach Kontrollen an Europas Außengrenzen künftig vollautomatisch ablaufen sollen. Neben der elektronischen Erfassung der Fingerabdrücke von Einreisenden aus Drittstaaten in ein EU-Land wäre auch eine Gesichtserkennung nach amerikanischem Vorbild denkbar. Das „intelligente“ System will zudem Datendienste von Polizei und anderen Behörden der EU-Länder besser verknüpfen, um illegale Einwanderung zu bekämpfen und um sogenannte „Overstayer“ – also Personen, die in der EU bleiben, obwohl ihr Visum abgelaufen ist – abzuschrecken.

Bislang stützen sich die EU-Mitgliedsstaaten bei der Kontrolle von Angehörigen aus Drittstaaten vor allem auf die im Reisedokument eingetragenen Stempel, was der Kommission zu zeitaufwändig und unzuverlässig erscheint. Auch könne der ständig wachsende Strom von Reisenden ohne die Nutzung neuster Technik nicht bewältigt werden. Die EU-Kommission verspricht sich von dem Smart-Borders-Programm, dass registrierte Teilnehmer schneller abgefertigt werden können, was etwa Geschäftsreisenden oder „Expats“ zugutekäme. Kritiker glauben jedoch, das Projekt ebne den Weg in eine riesige polizeiliche Vorratsdatenspeicherung von Reisendenprofilen.

 

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