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Flughafen Hahn geht an chinesischen Investor

Der verlustreiche Flughafen Frankfurt-Hahn wird an einen chinesischen Investor verkauft. Doch auch nach der Privatisierung fließen weiter Steuermittel. Das Land Rheinland-Pfalz gibt weitere Details bekannt.

Rheinland-Pfalz verkauft seinen Anteil am verlustträchtigen Flughafen Frankfurt-Hahn an einen Konzern aus dem chinesischen Shanghai: Die Übernahme durch Shanghai Yiqian Trading (SYT) werde für "weiteren Schub" bei der künftigen Entwicklung des Flughafens sorgen, erklärte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD). Die Regierung in Mainz verkaufte ihren Anteil von 82,5 Prozent demnach für einen "niedrigen zweistelligen" Millionenbetrag an den bestbietenden Interessenten.

Bevor der Kauf durch das in Shanghai ansässige Logistikunternehmen endgültig über die Bühne gehen kann, muss der rheinland-pfälzische Landtag dem Verkauf noch zustimmen. Das soll laut Lewentz noch vor der Sommerpause geschehen. Außerdem muss die EU-Kommission ihre Zustimmung für weitere Betriebshilfen des Flughafens durch das Land erteilen, was Lewentz zufolge ebenfalls noch diesen Sommer passieren soll.
Konzentration auf "asiatische Partnerunternehmen"

Die SYT wolle dem zuletzt beständig eingebrochenen Fracht- und Passagiergeschäft an dem bislang vor allem von Billigfluggesellschaften genutzten Airport durch Konzentration auf "asiatische Partnerunternehmen" neues Leben einhauchen, erklärte der Landesminister. Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat auf dem Hunsrücker Flughafen einen ihrer wichtigsten Standorte.

Der Flughafen wird voraussichtlich weiter mit Steuergeld unterstützt. In Absprache mit der EU-Kommission und dem Käufer könnten nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums bis zum Jahr 2024 Betriebsbeihilfen von bis zu 25,3 Millionen Euro fließen.

An Investitionsbeihilfen sind bis zu 22,6 Millionen Euro zulässig, aber nur als maximal 50-prozentiger Zuschuss zu Investitionen des Käufers. Außerdem kann das Land jedes Jahr Sicherheitskosten übernehmen, das kann bis zu drei Millionen Euro ausmachen.

Voraussetzung für weitere Landeszuschüsse sei, dass der Käufer mindestens die Hälfte aller Investitionskosten trägt, so Lewentz. Damit stelle die Landesregierung unter Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sicher, "dass sich der Käufer zu der Zukunft des Standorts durch seine eigenen Investitionen bekennt".

 

Quelle: Airliners.de